BayernJagdhundeBAY-JA-138-2025

Bei der Nachsuche auf ein angeschweißtes Rehkitz in einer unübersichtlichen Fichtendickung bemerkt der Hundeführer, dass das Kitz kurz vor ihm aus dem Wundbett flüchtet. Die Abgabe eines Fangschusses ist in der Dickung nicht möglich. Darf der Hundeführer seinen wildschar- fen Deutsch-Drahthaarrüden schnallen, damit dieser das angeschweißte Stück niederzieht? X

Kurze Antwort

Ja, der Hundeführer darf den Hund schnallen, da in dieser Ausnahmesituation die weidgerechte Jagdausübung das schnelle Abtun des kranken Stückes erfordert.

  • A)Er darf den Hund schnallen, da die Grundsätze weidgerechter Jagdausübung es in diesem Fall erfordern
  • B)Er darf den Hund nicht schnallen, da das Tierschutzgesetz verbietet, ein Tier auf ein anderes Tier zu hetzen
Erklärung

Ist kein Fangschuss möglich, dient das Schnallen eines geeigneten, wildscharfen Hundes dem Tierschutz durch rasches Erlösen. Dies entspricht den Grundsätzen der Weidgerechtigkeit und ist bei schwachem Schalenwild wie Rehwild zulässig.

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