HessenSG4: RechtHES-HE4-218-2023

Eine Rotte Schwarzwild dringt innerhalb eines gemeinschaftlichen Jagdbezirks in einen unmittelbar an ein landwirtschaftliches Anwesen anschließenden, umfriedeten Hausgarten ein und verursacht dort erheblichen Wildschaden. Ist der Jagdpächter zum Ersatz dieses Schadens verpflichtet, wenn er nach dem Jagdpachtvertrag den Ersatz des Wildschadens ganz übernommen hat?

Kurze Antwort

Nein, der Jagdpächter ist zum Ersatz des Schadens im umfriedeten Hausgarten nicht verpflichtet.

  • A)ja
  • B)nein
Erklärung

Hausgärten gehören zu den befriedeten Bezirken und damit nicht zu einem Jagdbezirk. Daher besteht hierfür kein Anspruch auf Wildschadensersatz, auch wenn der Jagdpächter die Ersatzpflicht vertraglich übernommen hat.

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