NiedersachsenRechtNDS-RE-152-2022

Die Einschätzung des Frühjahrswildbestandes zur Aufstellung des Abschussplans ist in deckungsreichen Revieren häufig schwierig. Welche Weiser für überhöhte Wilddichte sollen mit berücksichtigt werden?

Kurze Antwort

Als Weiser für überhöhte Wilddichte gelten das fehlende Vorkommen von Pionierbaumarten sowie die Verbissbelastung der Verjüngungen und Forstkulturen einschließlich Schälschäden.

  • A)Die Höhe des in den letzten drei Jahren geltend gemachten Wildschadens
  • B)fehlendes Vorkommen von Pionierbaumarten
  • C)Verbissbelastung der Verjüngungen und Forstkulturen sowie Schälschäden
  • D)Verbissbelastung und Schälschäden standortfremder Baum- und Straucharten
Erklärung

Hoher Verbiss und Schälschäden zeigen angeknabberte Verjüngung und Rindenverletzungen, typisch bei überhöhter Schalenwilddichte. Fehlen Pionierbaumarten weist auf übermäßigen Fraßdruck hin; die bloße Höhe vergangener Wildschäden ist dafür kein verlässlicher Indikator.

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