Rheinland-Pfalz5: JagdrechtRP-RP5-141-2015

Eine Spaziergängerin / ein Spaziergänger nimmt ein von der jagdausübungsberechtigten Person erlegtes Reh, das diese kurzfristig abgelegt hat, mit. Wie ist dieses Verhalten zu bewerten?

Kurze Antwort

Das Mitnehmen des bereits erlegten und kurzfristig abgelegten Rehs erfüllt den Tatbestand des Diebstahls nach dem Strafgesetzbuch.

  • A)Nach dem Strafgesetzbuch erfüllt dieses Verhalten den Tatbestand der Wilderei.
  • B)Nach dem Strafgesetzbuch erfüllt dieses Verhalten den Tatbestand des Diebstahls.
  • C)Nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch erfüllt dieses Verhalten den Tatbestand der Fundunterschlagung.
  • D)Weil das Wild herrenlos ist, darf der Spaziergänger es mitnehmen.
Erklärung

Das Reh wurde durch das Erlegen angeeignet und ist daher nicht mehr herrenlos. Die Spaziergängerin oder der Spaziergänger nimmt eine fremde Sache weg.

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