Kurze Antwort
Grundsätzlich nein; eine Aneignung ist nur zulässig, wenn dies ausdrücklich in einer schriftlichen Wildfolgevereinbarung zwischen den benachbarten Jagdausübungsberechtigten geregelt ist.
richtig sind Antwort a) und c) Zu a) (Grundsatz): Das Aneignungsrecht steht immer dem Jagdausübungsberechtigten des Bezirks zu, in dem das Wild liegt, hier also dem Nachbarn. Das Gesetz sagt dazu ausdrücklich: Das Fortschaffen des erlegten Wildes ist nicht zulässig, und der benachbarte Jagdausübungsberechtigte oder sein Vertreter ist unverzüglich zu benachrichtigen. Fortgeschafftes oder vom Hund aus dem Nachbarjagdbezirk gebrachtes Wild ist ihm abzuliefern. Außerdem bleibt das Aneignungsrecht des zuständigen Jagdausübungsberechtigten ausdrücklich unberührt. Zu c) (Ausnahme): Die Jagdausübungsberechtigten benachbarter Jagdbezirke können eine Wildfolgevereinbarung schriftlich abschließen. Darin dürfen sie vom Verbot des Fortschaffens und von den Regeln zur Aneignung von Trophäen und zur Anrechnung auf den Abschussplan abweichen. Nur auf diesem Weg kann der Erleger das Stück behalten.
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