ThüringenRechtTHÜ-RE-1991-2026

Sie beschießen am 15. September auf der Einzeljagd in der Nähe der Jagdbezirksgrenze einen 10-jährigen Rothirsch. Der Hirsch zeichnet stark und flüchtet über die Grenze in den benachbarten Jagdbezirk und verendet dort. Auf wessen Abschussplan wird die Erlegung des Rothirsches angerechnet?

Kurze Antwort

Richtig ist: Der Hirsch wird auf den Abschussplan des Jagdbezirks angerechnet, in welchem der Hirsch beschossen wurde.

  • A)Der Hirsch wird nur auf den Abschussplan der zuständigen Hegegemeinschaft angerechnet.
  • B)Der Hirsch wird auf den Abschussplan des Nachbarjagdbezirks angerechnet, in welchem der Hirsch zur Strecke gekommen ist.
  • C)Der Hirsch wird auf den Abschussplan des Jagdbezirks angerechnet, in welchem der Hirsch beschossen wurde.
Erklärung

Richtig ist Antwort c) Die Antwort ergibt sich direkt aus § 37 Abs. 4 ThJG. Dort wird bei der Anrechnung auf den Abschussplan nach einem einzigen Kriterium unterschieden: ob das Stück ein Trophäenträger ist oder nicht. - Trophäenträger werden auf den Abschussplan des Jagdbezirks angerechnet, in dem das Stück krankgeschossen wurde. - Alles andere Wild wird auf den Abschussplan des Jagdbezirks angerechnet, in dem es zur Strecke gekommen ist. Ein 10-jähriger Rothirsch trägt ein Geweih und ist damit eindeutig ein Trophäenträger. Beschossen hast du ihn in deinem eigenen Jagdbezirk, also wird er dort angerechnet, auch wenn er im Nachbarbezirk verendet ist. Deshalb ist c) richtig.

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