ThüringenWaffen & WaffenrechtTHÜ-WW-1114-2026

Was versteht man unter einer "offenen Visierung"?

Kurze Antwort

Unter einer offenen Visierung versteht man die Zielhilfe mit Kimme und Korn.

  • A)Ein Zielfernrohr ohne Vergrößerung, sogenannte Drückjagdoptik.
  • B)Ein Zielfernrohr mit variabler Vergrößerung.
  • C)Ein Zielfernrohr mit Leuchtpunktabsehen.
  • D)Ein Zielfernrohr mit Fadenkreuzabsehen.
  • E)Eine Visierung mit Kimme und Korn.
  • F)Eine Visierung mit Diopter und Korn.
Erklärung

Richtig ist: Kimme und Korn – das klassische offene Visier: hinten die Kimme (eine Kerbe oder ein U-förmiger Einschnitt), vorne das Korn. Man visiert, indem man beide zur Deckung bringt. Richtig ist: Diopter und Korn – eine Variante des mechanischen Visiers, bei der statt der Kimme ein Diopter (eine Lochblende) verwendet wird. Das Auge schaut durch das kleine Loch und zentriert automatisch das Korn – gilt als präziser als die klassische Kimme, ist aber immer noch rein mechanisch, ohne Linsen oder Vergrößerung. Der entscheidende Begriff ist also "offen": Eine offene Visierung hat keine optischen Bauteile (keine Linsen, keine Vergrößerung), sondern besteht nur aus zwei mechanischen Bezugspunkten, die das Auge in eine Linie bringt.

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